Mit zunehmendem Alter kommt es wie im Gesichtsbereich auch am Hals zu Hautüberschuss und Erschlaffung. Dadurch verschwindet der Winkel zwischen Hals und Kinn. Bei Menschen, die stark an- und abnehmen oder ein kleines und zurückliegendes Unterkiefer haben, kann sich die Haut unter dem Hals schon in jüngeren Jahren lockern. Bei übergewichtigen Personen kommt zur Hauterschlaffung auch eine Fettansammlung unter dem Kinn, dem sogenannten Doppelkinn, hinzu. In solchen Fällen wird eine Halsstraffung durchgeführt.
Mit zunehmendem Alter können sich im Halsbereich wie im Gesicht Falten und Erschlaffungen zeigen. Daher ist oft eine Halsstraffungsoperation notwendig. Diese Veränderung kann nicht nur altersbedingt sein, sondern auch durch schnelles An- und Abnehmen verursacht werden. Eine solche Operation ist geeignet für Personen mit Deformierungen im Halsbereich, Falten, Erschlaffungen und Volumenverlust sowie für diejenigen mit abgesackten Speicheldrüsen am Hals.
Die Halsstraffungsoperation ist eigentlich auch eine ästhetische Operation. Sie ähnelt der Gesichtsstraffung sehr. Wenn es im Gesichtsbereich auch Probleme wie Erschlaffung oder Falten gibt, ist eine kombinierte Operation effektiver. Die verschiedenen Arten der Halsstraffung umfassen: chirurgische Halsstraffung, nicht-operative Spinnennetzästhetik, Ultherapy, Mesotherapie mit Hyaluronsäure und Secret-Anwendungen. Die Operation wird meist bei Personen ab 55 Jahren durchgeführt.
Chirurgische Halsstraffung: Die Operation wird meist in Allgemeinnarkose durchgeführt. Der Schnitt beginnt vor den Ohren, verläuft hinter den Ohren und weiter zum Haaransatz. Dadurch werden erschlaffte und formverlustige Muskelstrukturen gestrafft, überschüssiges Fett- und Hautgewebe entfernt, neu geformt und vernäht. Je nach Zustand des Patienten kann ein Aufenthalt von einem Tag im Krankenhaus nötig sein. Die Spinnennetzästhetik ist eine sehr effektive, nicht-chirurgische Methode. Hierbei werden feine Nadeln in die Unterhaut des Halses eingebracht, um die Haut zu straffen und die Form langfristig zu verbessern. Die Behandlung beeinträchtigt den Alltag nicht.
Vor der Operation werden Bluttests, eine Röntgenaufnahme der Lunge und ein EKG verlangt. Diese Ergebnisse werden vom Anästhesisten geprüft, um mögliche Risiken auszuschließen. Die Halsstraffung ähnelt der klassischen Gesichtsstraffung. Wenn keine Kontraindikationen bestehen, wird ein OP-Termin festgelegt. Der Schnitt verläuft vom vorderen Ohr über das Ohrläppchen bis hinter das Ohr. So wird die Gesichtshaut vom Hals gelöst und die Weichteile des Gesichts werden mit Nähten angehoben. Überschüssige Haut wird entfernt und die Schnitte am Ohr vernäht. Überschüssiges Gewebe unter dem Kinn (Doppelkinn) wird entfernt, und am Kinn wird ein etwa 3-4 cm horizontaler Schnitt zur Fixierung mit Klebeband angelegt. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose und ist recht umfangreich, bei Bedarf kann sie 5–7 Stunden dauern, wenn weitere Gesichtsbereiche behandelt werden.
Vor der Operation sollten Medikamente, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, vermieden werden. Wenn der Patient raucht, sollte er 3–4 Wochen vorher mit dem Rauchen aufhören. Die Haare dürfen nach der Operation einen Monat lang nicht gefärbt werden, daher empfiehlt es sich, sie vor dem Eingriff färben zu lassen. Längere Haare erleichtern das Verbergen von Verbänden.
Obwohl die Halsstraffung als relativ einfache Operation gilt, gibt es wichtige Dinge zu beachten, um Komplikationen zu vermeiden. Der Arzt wird Empfehlungen geben, die befolgt werden sollten, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und Schmerzen zu reduzieren.